Feuchtigkeit ist immer in der Luft vorhanden. Wird Luft in einem Druckluftsystem komprimiert und über ihren Taupunkt abgekühlt, kondensiert sie zu flüssigem Wasser. Druckluftsysteme benötigen trockene Luft für einen einwandfreien Betrieb; ist die Luft feucht, funktioniert das System nicht richtig. Genauer gesagt: Die Luft muss frei von jeglicher flüssiger Feuchtigkeit sein, und die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 50 % gehalten werden, um Korrosion zu vermeiden.
Feuchtigkeit in Druckluft verursacht erhebliche Schäden: (1) Sie kann Steuerluftkreisläufe blockieren, die korrekte Funktion von Messgeräten beeinträchtigen und zu allgemeinen Geräteausfällen führen. (2) Sie kann Druckstöße verursachen, die Anlagen und Rohrleitungen beschädigen können. (3) Sie kann zu Produktverschlechterungen und einer Beeinträchtigung der Produktintegrität führen. (4) Prozesse können direkt beeinträchtigt werden, wenn Wasser in den Luftstrom gelangt.
Die Entfernung von Feuchtigkeit zur Korrosionsvermeidung ist sowohl für die Druckluftgeräte als auch für das Druckluftsystem selbst von entscheidender Bedeutung. Durch Rost und Ablagerungen entstehende Partikel können Rohrleitungen verunreinigen und Komponenten des Druckluftsystems beschädigen. Im schlimmsten Fall kann Korrosion Rohrleitungen unbrauchbar machen, Leckagen verursachen und die Druckluftversorgung für notwendige Prozesse unterbrechen.
Die meisten Hersteller verwenden Drucklufttrockner als eines der Entfeuchtungsverfahren. Die aus dem Kompressor austretende Luft wird erhitzt und mit 100 % Wasserdampf gesättigt. Beim Abkühlen der Luft kondensiert das flüssige Wasser. Filter und Abscheider können zwar Flüssigkeitströpfchen aus dem System entfernen, jedoch nicht den Wasserdampf. Um den Wasserdampf zu entfernen, ist ein Trockner erforderlich.
Wie entfernt man Feuchtigkeit aus Druckluft?
Kühlung und Trennung: Die heiße Druckluft wird abgekühlt, wodurch eine große Menge Wasser kondensiert. Das kondensierte Wasser kann anschließend von der Luft getrennt werden. Dies geschieht üblicherweise mithilfe eines Nachkühlers oder Wärmetauschers.
Membrantrocknung: Bei diesem Verfahren wird Wasserdampf durch selektive Permeation der Gaskomponenten aus der Luft abgetrennt. Wenn gefilterte, feuchte Druckluft in das Membranmodul eintritt, durchdringt der Wasserdampf die Membranbeschichtung und sammelt sich an den Fasern, sodass trockene Luft hindurchströmen kann.
Adsorptionstrocknung ist ein physikalischer Prozess, bei dem Wasserdampf an porösen Adsorptionsmaterialien (wie Kieselgel, Molekularsieb oder aktiviertem Aluminiumoxid) haftet. Die Adsorptionsmaterialien sind fest und weisen eine hohe Affinität zu Wasserdampf auf, den sie aus dem Druckluftstrom binden.